Sie nickte schweigend.
Die Monate vergingen langsam.
Die Kinder stellten weiterhin Fragen, die ich nicht immer beantworten konnte.
Eines Abends fragte Ava mich:
„Wusste Papa, wie lieb wir ihn hatten?“
Ich lächelte mit Tränen in den Augen.
„Jeden einzelnen Tag.“
Später fand ich einen Brief, den Liam für die Kinder geschrieben hatte.
Er schrieb Ava, sie solle immer neugierig bleiben.
Ben riet er, freundlich zu sein
– aber auch auf sich selbst zu achten.
Am Ende stand:
„Wenn eure Mutter euch das vorliest, bedeutet das, dass sie ihren Weg gefunden hat. Ich wusste, dass sie stark genug dafür ist.“
Am Jahrestag seines Abschieds ging ich dieselbe Straße entlang.
Im Regen entdeckte ich ein kleines blaues Teil von Liams altem Schlüsselanhänger, das unsere Tochter früher bemalt hatte.
Ich hob es auf und lächelte.
Nicht weil alles vergessen war.
Sondern weil Liam mir etwas hinterlassen hatte, das größer war als Antworten.
Er hatte mir die Kraft gegeben, weiterzugehen.
Als ich nach Hause kam, warteten die Kinder mit schiefen, aber stolzen Pfannkuchen auf mich.
„Wir haben Frühstück zum Abendessen gemacht“, sagte Ava grinsend.
Ich sah die beiden an.
Dann das kleine blaue Stück in meiner Hand.
Und plötzlich wusste ich:
Liam hatte uns nicht nur Hinweise hinterlassen.
Er hatte uns gezeigt, wie man weitermacht.